Kirchenausstattungen

Die künstelerische Ausstattung von Kirchenräumen ist häufig über die Jahrhunderte hinweg gewachsen. Der erste stilistische Entwurf wird durch viele Generationen künstlerisch überformt.

 

Sakralobjekte nehmen eine besondere Stellung in der Denkmalpflege ein. Sie sind anders als Museumsobjekte, einer Nutzung unterworfen und dienen dem spirituellen Ritus. Dies muss bei der restauratorischen Konzeption berückksichtig werden. Die enge Abstimmung mit den Gemeinden und den zuständigen Behörden hat dabei einen besonderen Schwerpunkt.

Restaurierung der Emporenbrüstung in der Friedenskirche Potsdam

Der klassizistische Kirchenraum von 1865 wurde mit hochwertigen Materialien und Kunstwerken gestaltet. Eine Besonderheit ist die reiche Verwendung von farbigem Gestein. Ob als byzantinisches Mosaik in der Apsis, als farbiger Marmorfußboden oder als reinweiße Marmorplastik, stellt dieses Material seine Vielfalt hier unter Beweis.

Bezugnehmend auf den weiß-grau geäderten Carrara-Marmor im Kirchenschiff, wurde in Material imitierender Weise die hölzerne Emporenbrüstung bemalt. Spätere grau gilbende Lasuranstriche verfälschten die Farbigkeit der gemalten Marmorierung. Mit der Entfernung der alten Lasuren, und Konservierung der Marmorfassung an der Empore, fand eine aufwändige Farbsicherung an den vier Zinkgusskonsolen statt. Heute zeigt sich die Empore wieder in ästhetischer Einheit mit dem Kirchenraum.

Pastorentafel ca. Mitte 17. Jhd., Klein Kreutzer Dorfkirche

Rekonstruiertes Schriftfeld, Ergänzung fehlenden Zierwerks

Bischhofsfigur neuzeitlich, Grundierung aus Kreidegrund, Neufassung der Figur in Ölfarbe und Polimentvergoldung ausgeführt